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Ob WordPress Blog oder WooCommerce Shop:OnPage oder OnSite SEO Optimierungen entscheiden darüber, wie gut eine WordPress Seite bei Google rankt, entscheidet sich zu einem großen Teil direkt auf der Seite selbst.. Sie kostet kein Geld, nur Sorgfalt, und sie wirkt sich auf jede einzelne Unterseite deiner Website aus.

Viele klassische OnPage SEO Regeln stammen noch aus einer Zeit, in der Google Texte vor allem mechanisch nach Keyword-Häufigkeit durchsucht hat.

Die Rolle der Google KI beim OnPage SEO

Google arbeitet heute mit KI Sprachmodellen wie BERT und MUM, die Themen, Synonyme und Suchintention verstehen, statt nur exakte Wortfolgen zu zählen. Ein paar der alten Faustregeln gelten deshalb nur noch eingeschränkt, während andere Faktoren wie

  • Ladegeschwindigkeit,
  • Content-Qualität und
  • strukturierte Daten

für das OnPage SEO deutlich wichtiger geworden sind. Der folgende Leitfaden übernimmt die bewährten Grundlagen, ordnet die überholten Punkte ein und ergänzt, was heute zusätzlich zählt.

BERT wurde von Google im Oktober 2019 offiziell für die Suche eingeführt: Google beschrieb es damals als „the biggest leap forward in the past five years“ und gab an, BERT helfe bereits „one in 10 searches in the U.S. in English“ besser zu verstehen, mit geplanter Ausweitung auf weitere Sprachen. Auf der aktuellen offiziellen Google-Dokumentation zu den Ranking-Systemen wird BERT weiterhin als aktiv genutztes System geführt: „Bidirectional Encoder Representations from Transformers (BERT) is an AI system Google uses that allows us to understand how combinations of words express different meanings and intent.“

MUM wurde im Mai 2021 auf der Google I/O vorgestellt, als multimodales Modell, das laut Google „1,000 times more powerful than BERT“ sei und über 75 Sprachen hinweg trainiert wurde.

Quellen dazu:

Meta Tags: unsichtbar, aber wichtig für SEO

Meta Tags sind Felder im Header einer HTML Seite, die Besucher nie zu Gesicht bekommen, Suchmaschinen aber sehr wohl auswerten.

Die wichtigsten sind Title und Description, das Keywords Tag spielt praktisch keine Rolle mehr.

Title Tag

Das Title Tag erscheint als Titel im Browser Tab und als blaue Überschrift in den Suchergebnissen.

  • Dein Hauptsuchbegriff sollte einmal im Titel vorkommen,
  • das Wichtigste gehört an den Anfang, und jede Seite braucht einen eigenen Titel.

In WordPress übernimmt bei Blogartikeln automatisch der Beitragstitel diese Rolle, bei WooCommerce der Produktname.

Eine Ergänzung zur reinen Wortanzahl: Google schneidet Titel nicht nach Wortzahl ab, sondern nach Pixelbreite, ungefähr 50 bis 60 Zeichen sind auf dem Desktop meist noch vollständig sichtbar. Außerdem schreibt Google seit einigen Jahren häufig einen eigenen Titel für die Suchergebnisse, wenn der eigentliche Title Tag zum Seiteninhalt oder zur Suchanfrage nicht gut passt. Ein präziser, ehrlicher Titel senkt also das Risiko, dass Google ihn ersetzt.

Description

Die Description ist der kurze Text unter dem Titel in den Suchergebnissen.

  • Länge idealerweise 120 bis 155 Zeichen,
  • das Wichtigste zuerst.

Wichtig zu wissen:

Google übernimmt diesen Text längst nicht immer eins zu eins. Häufig baut Google die angezeigte Beschreibung passend zur jeweiligen Suchanfrage aus dem Seiteninhalt zusammen, notfalls auch aus dem ersten Absatz. Eine gute Meta Description erhöht damit vor allem die Wahrscheinlichkeit, dass Google sie tatsächlich übernimmt, eine Garantie ist sie nicht.

Keywords

Das Keywords Tag ist ein  für Besucher unsichtbare Feld wird über Plugins gepflegt, wird von Google aber seit rund fünfzehn Jahren nicht mehr ausgewertet. Man kann komplett darauf verzichten.

Wer es trotzdem nutzt und dabei Begriffe einträgt, die im Text gar nicht vorkommen, riskiert eine Abwertung. Die thematische Einordnung holt sich Google stattdessen aus Kategorien, Tags, dem Permalink eines Blogartikels sowie, ganz wesentlich, aus dem eigentlichen Fließtext und dessen Kontext.

Beachte aber:

Keywords sollten nach wie vor  die Grundlage Deiner Texte bilden. Lediglich das Meta Keywords Header Feld hat ausgedient.

Wenn Du Tools wie z.B. Rank Math verwendest, werden daher 1-3 Keywords benötigt, um die SEO-Analyse deiner Inhalte durchzuführen:

WordPress: OnSite SEO

Der Permalink (Slug): kurz, sprechend, dauerhaft

Der Permalink, also die URL im Adressfeld des Browsers, sollte den Suchbegriff einmal enthalten.

Umlaute und durchgängige Großschreibung sind tabu, Wörter werden mit einem Minuszeichen getrennt, nicht mit einem Unterstrich, zum Beispiel protein-muskelaufbau-super-hi-pro.

In WordPress findest du diese Einstellung im Backend unter dem Feld Permalink, bei Blogartikeln wie bei WooCommerce Produkten.

Eine sinnvolle Ergänzung:

  • Kürzer ist meist besser als vollständig.
  • Unnötige Füllwörter wie „und“, „für“ oder „mit“ dürfen aus der URL raus, ohne dass die Auffindbarkeit leidet.

Wichtig, falls du eine bestehende URL nachträglich änderst: Alle internen Links, die darauf verweisen, müssen angepasst werden, sonst laufen sie ins Leere. Wenn eine Änderung unvermeidbar ist, sollte zusätzlich eine 301 Weiterleitung von der alten auf die neue URL eingerichtet werden, damit weder Besucher noch bereits gesammelte Rankings verloren gehen.

Textlänge, Themenrelevanz und der erste Satz

Je länger ein Text, desto kleiner wird automatisch der Anteil eines einzelnen Keywords am Gesamttext, kürzere, mit Zwischenüberschriften strukturierte Texte lesen sich zudem angenehmer.

Die feste Vorgabe „Suchbegriff muss X mal vorkommen“ ist allerdings ein Relikt aus der Zeit vor moderner Spracherkennung. Google bewertet heute eher, ob ein Text ein Thema erschöpfend und in verständlicher Sprache behandelt, inklusive naheliegender Unterthemen und Synonyme, statt eine exakte Phrase stur zu wiederholen. Erzwungene Wiederholungen wirken schnell unnatürlich und können sich sogar negativ auswirken.

Weiterhin sehr wichtig bleiben die ersten Zeilen:

Der erste Satz eines Artikels liefert Google einen starken Hinweis auf das Thema der Seite. Es lohnt sich also, hier den Kernbegriff natürlich einzubauen, ohne ihn krampfhaft hineinzuquetschen.

Überschriften richtig einsetzen

Eine Überschrift zählt für Google nur dann als Überschrift, wenn sie technisch auch als solche ausgezeichnet ist, also mit den HTML Tags H1 bis H6.

H1 wird in WordPress automatisch für den Produktnamen im Shop oder die Artikelüberschrift im Blog vergeben und sollte pro Seite nur einmal vorkommen.

Für die Praxis reichen H2 für die Hauptabschnitte oft aus, bei längeren oder tiefer verschachtelten Texten dürfen ruhig auch H3 und H4 zum Einsatz kommen. Das ist kein Nachteil, sondern hilft sowohl Lesern beim Überfliegen als auch Screenreadern für sehbehinderte Besucher, eine sinnvolle Gliederung ist also auch ein Stück Barrierefreiheit.

SEO OnPage Headlines

Fettschrift mit Augenmaß

Die alte Faustregel „Suchbegriff drei bis fünf Mal fett hervorheben“ hat keine belastbare Grundlage mehr.

Google selbst hat wiederholt klargestellt, dass Fett- oder Kursivschrift keinen direkten Ranking-Einfluss hat. Trotzdem lohnt sich Fettschrift, allerdings aus einem anderen Grund: Sie hilft Besuchern beim schnellen Überfliegen des Textes und hebt die wirklich wichtigen Aussagen hervor. Gehäufte, offensichtlich algorithmisch motivierte Hervorhebungen wirken dagegen unseriös und schrecken Leser eher ab, als dass sie helfen.

Aufzählungen gezielt nutzen

Aufzählungen wirken sich weiterhin positiv aus, egal ob mit Bullet Points oder nummeriert, weil sie Inhalte für Leser greifbarer machen und Google sie gut auswerten kann, etwa für Snippets in den Suchergebnissen.

Ein Beispiel:

  • BCAAs sind die effektivsten Aminosäuren.
  • Sie fördern den Muskelaufbau.

Nutze dafür immer die echte Listenfunktion deines Editors. Selbstgebaute Aufzählungen mit vorangestelltem Minuszeichen erkennt weder Google noch ein Screenreader als echte Liste.

Linktexte, Bildernamen und Alt-Tags

Linktexte

In Linktexten, egal ob intern oder extern, sollten aussagekräftige Begriffe statt „hier klicken“ verwendet werden.

Die Empfehlung „Links sollten immer fett sein“ ist dagegen ebenfalls veraltet, auch hier gilt: Fettschrift dient der Lesbarkeit, nicht dem Ranking. Wichtiger als die Optik ist, dass der Linktext beschreibt, wohin der Link führt.

Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich:

  • Statt „Um mehr über BCAAs zu erfahren, klicken Sie hier“
  • formulierst du besser „Mehr über BCAA (Aminos) und Muskelaufbau im Bodybuilding“.

Bildnamen

Bei Bildernamen gilt weiterhin:

  • Suchbegriffe rein, Umlaute und Sonderzeichen raus,
  • alles in Kleinschreibung,
  • Leerzeichen werden durch ein Minuszeichen ersetzt, nicht durch einen Unterstrich.

Aus „bild2 groß.jpg“ wird so im besten Fall „bcaa-aminos-muskelaufbau-bodybuilding.jpg“.

ALT-Texte von Bildern

Der ALT Text eines Bildes, in WordPress das Feld „Alternativer Text“ bei der Bildbearbeitung, verdient mehr Aufmerksamkeit, als die alte Regel vermuten lässt.

Für die klassische Text-Rankings ist sein Einfluss zwar gering, dafür ist er die zentrale Grundlage für die Google Bildersuche und für die Barrierefreiheit deiner Seite, blinde und sehbehinderte Nutzer erfahren über den ALT Text, was auf einem Bild zu sehen ist.

In der EU verpflichten Vorgaben wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz Online-Shops inzwischen ohnehin zunehmend zu barrierefreien Inhalten. Ein guter ALT Text beschreibt das Bild sachlich und natürlich, Keyword-Stuffing wirkt hier besonders schnell unglaubwürdig.

Bildgröße und Core Web Vitals

Kleine, gut komprimierte Bilder sind für OnPage SEO weiterhin wichtig.

Entscheidend sind die Pixelmaße und die Dateigröße. Moderne Formate wie WebP oder AVIF erreichen bei gleicher Bildqualität oft deutlich kleinere Dateien als klassisches JPG.

Seit der Einführung der Core Web Vitals sind Ladezeit und Nutzererfahrung offizielle, konkret benannte Ranking-Signale. Drei Werte stehen dabei im Mittelpunkt:

  • LCP (Largest Contentful Paint): Wie schnell das größte sichtbare Element, oft ein Bild oder die Überschrift, geladen ist.
  • INP (Interaction to Next Paint): Wie schnell die Seite auf Klicks oder Tippen reagiert.
  • CLS (Cumulative Layout Shift): Wie stabil das Layout beim Laden bleibt, springende Inhalte durch nachladende Bilder oder Werbung wirken sich negativ aus.

Da Google konsequent nach dem Prinzip Mobile First bewertet, also vor allem die mobile Version einer Seite betrachtet, zahlt sich eine schnelle, stabile mobile Darstellung besonders aus.

SEO WordPress

Soziale Netzwerke, Tags und Kategorien

Social Backlinks

Der Wichtigkeit halber, schauen wir kurz über OnPage SEO hinaus in Richtung OffPage SEO:

Neue Blogartikel oder Produkte solltest du auf Facebook, Instagram und Co. bewerben.

Ein wichtiger Unterschied zur klassischen Annahme:

Likes, Shares oder Tweets sind nach Googles eigenen Aussagen kein direktes Ranking-Signal. Sie wirken jedoch indirekt, indem sie mehr Besucher, mehr Backlinks und mehr Markenbekanntheit bringen, was sich wiederum langfristig positiv auf die Sichtbarkeit auswirkt.

Dieser Beitrag erklärt das Thema SEO & Social Backlinks ausführlich.

Tags & Kategorien

Im Blog sind Tags nicht mit den unsichtbaren Meta Tags zu verwechseln.

Gemeint ist hier die Verschlagwortung von Beiträgen: Tags werden Beiträgen zugeordnet, Beiträge wiederum Kategorien. Für den Besucher dienen sie als Filter, für Google als zusätzliches Signal zur Einordnung des Inhalts. Tags und Kategorien sollten nicht identisch sein und ihre Anzahl überschaubar bleiben.

Als Eselsbrücke gilt:

  • Kategorien sind Obst,
  • Tags sind Äpfel, Birnen und so weiter.

Ein Punkt, der in der Praxis oft übersehen wird:

Wer sehr viele Tags mit jeweils nur ein oder zwei zugeordneten Beiträgen anlegt, erzeugt dünne, fast leere Archivseiten. Solche Seiten sollten in den SEO-Einstellungen von WordPress lieber von der Indexierung ausgeschlossen werden, statt Google mit dünnem Inhalt zu konfrontieren.

Strukturierte Daten: der unterschätzte Baustein

Ein Bereich, der in vielen älteren SEO Anleitungen komplett fehlt, inzwischen aber zum Standard gehört, sind strukturierte Daten nach dem Schema.org Standard. Sie werden unsichtbar im Quelltext hinterlegt und liefern Google maschinenlesbare Zusatzinformationen zur Seite. Für WordPress lohnt sich das besonders:

  • Bei WooCommerce Produkten ermöglicht das Product Schema, dass Preis, Verfügbarkeit und Sternebewertungen direkt im Suchergebnis erscheinen, was die Klickrate spürbar erhöhen kann.
  • Bei Blogartikeln sorgt das Article- oder BlogPosting-Schema für ein saubereres Erscheinungsbild in den Suchergebnissen, etwa mit Veröffentlichungsdatum.

Gängige SEO Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math erzeugen diese Daten größtenteils automatisch, eine manuelle Prüfung über Googles Rich-Results-Test lohnt sich trotzdem.

Die Bedeutung interner und externer Links für OnPage SEO

Wenn von Links im OnPage SEO Kontext die Rede ist, lohnt sich zuerst eine kurze Unterscheidung, weil hier häufig drei verschiedene Dinge vermischt werden: interne Links innerhalb der eigenen Website, ausgehende externe Links zu fremden Websites und eingehende Backlinks von fremden Websites auf die eigene. Die ersten beiden gehören zum OnPage SEO und liegen vollständig in deiner Hand, Backlinks sind dagegen ein OffPage Faktor und Thema eines eigenen Kapitels.

Interne Links

Interne Links verbinden Beiträge, Kategorien und Produktseiten innerhalb der eigenen Website miteinander. Sie erfüllen dabei gleich mehrere Aufgaben. Für Google erleichtern sie das Crawling, weil neue oder tief verschachtelte Seiten über Links von anderen Seiten überhaupt erst gefunden werden, eine Seite ganz ohne eingehende interne Links, eine sogenannte verwaiste Seite, wird entsprechend selten gecrawlt.

Gleichzeitig verteilen interne Links Autorität innerhalb der Website: Verlinkt eine stark besuchte Kategorieseite gezielt auf ein bestimmtes Produkt, profitiert dieses Produkt davon. Inhaltlich helfen interne Links außerdem dabei, thematische Zusammenhänge sichtbar zu machen, etwa wenn ein Blogartikel über Muskelaufbau auf das passende Proteinpulver verlinkt und umgekehrt die Produktseite auf vertiefende Ratgeberartikel verweist.

Wie bei jedem Link gilt auch hier: Der Linktext sollte beschreiben, wohin der Link führt, statt generisch „hier“ oder „mehr“ zu heißen.

Externe Links

Ausgehende externe Links zu anderen, thematisch passenden Websites werden in der Praxis oft aus Sorge gemieden, man würde dadurch Besucher oder Ranking-Signale verlieren. Tatsächlich können gut gewählte externe Links das Gegenteil bewirken:

Ein Verweis auf eine seriöse, unabhängige Quelle, etwa eine Studie zu Aminosäuren, stützt die Glaubwürdigkeit des eigenen Inhalts und zahlt auf das bereits erwähnte E-E-A-T ein. Wichtig ist dabei die Kennzeichnung: Führt ein externer Link zu einer bezahlten Platzierung oder einem Affiliate-Angebot, verlangt Google gemäß seinen Richtlinien zu Link-Spam das Attribut rel=”sponsored”, bei sonstigen nicht redaktionell geprüften Links rel=”nofollow”.

Wer das ignoriert, riskiert bei größerem Umfang eine manuelle Abstrafung.

Für beide Linkarten gilt am Ende dasselbe Prinzip wie bei Keywords und Fettschrift: Relevanz und Nutzen für den Leser stehen vor der reinen Anzahl. Eine handvoll gut platzierter, thematisch passender Links wirkt überzeugender als ein Text, der mit Links überladen ist.

OnPage SEO WordPress

Wie Google das Ganze bewertet

Google prüft jeden der genannten Bereiche einzeln und im Zusammenspiel.

  • Die Startseite entscheidet dabei über die grundsätzliche thematische Einordnung der gesamten Website,
  • alle verlinkten Unterseiten werden vor diesem Hintergrund weiter bewertet.
  • Besonders wertvoll wird eine Seite für einen Suchbegriff dann, wenn dieser Begriff sinnvoll in den relevanten Bereichen auftaucht: Title, Description, Überschriften, Fließtext, Bildernamen und URL, ohne dass es erzwungen wirkt.

Abgewertet wird:

  • Wenn ein Begriff etwa in den Meta Keywords steht, im eigentlichen Text aber fehlt.
  • Genauso kritisch sind doppelte Inhalte, etwa wenn Title Tag und Überschrift im Text identisch sind oder Permalink und Bildname übereinstimmen, sowie doppelte Textpassagen innerhalb derselben Website.
  • Verweisen mehrere Domains auf identische Inhalte, sollte ein Canonical Tag im Header festlegen, welche URL als Original gilt, statt es Google zu überlassen, eine davon auszuwählen oder im schlimmsten Fall keine davon gut zu ranken.

Folgende Punkte sind heute zentral:

  • Content-Qualität und E-E-A-T:
    Google bewertet zunehmend, ob erkennbare Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit hinter einem Inhalt stehen, kurz E-E-A-T genannt. Bei Themen wie Nahrungsergänzung, die die Gesundheit der Leser berühren, prüft Google besonders genau, ob Aussagen fundiert sind und wer sie verantwortet. Ein Autorenprofil, nachvollziehbare Quellen und ehrliche, produktbezogene Erfahrungswerte zahlen hier stärker ein als jede Keyword-Optimierung.
  • HTTPS als Grundvoraussetzung:
    Eine verschlüsselte Verbindung ist längst kein Bonus mehr, sondern eine Basisanforderung, unverschlüsselte Seiten werden im Browser sogar aktiv als unsicher markiert.

Texte sollen zudem natürlich wirken und für echte Besucher attraktiv bleiben, reine Optimierung ohne Lesequalität funktioniert nicht.

Bonus OnPage SEO-Tipp: Powerwords und Zahlen in Title und Headline

Neben der reinen Platzierung des Suchbegriffs entscheidet auch die Formulierung von Title Tag und H1 Überschrift darüber, ob jemand in den Suchergebnissen tatsächlich klickt.

Zwei Stilmittel haben sich hier bewährt: Powerwords und Zahlen.

<p” style=”text-align: center;”>WordPress OnSite SEO Powerwords

Powerwords

Powerwords sind Begriffe, die eine emotionale Reaktion auslösen oder ein konkretes Versprechen transportieren, statt nur neutral zu beschreiben.

Je nach gewünschter Wirkung eignen sich unterschiedliche Kategorien:

  • Neugier: geheim, unbekannt, überraschend
  • Vertrauen: bewährt, getestet, geprüft
  • Dringlichkeit: jetzt, sofort, begrenzt
  • Einfachheit: einfach, schnell, ohne Vorkenntnisse

Zahlen

Zahlen wirken ähnlich, allerdings über einen anderen Mechanismus: Sie signalisieren Konkretheit und Struktur. Ein Titel wie „7 Tipps für mehr Muskelaufbau“ verspricht dem Leser, dass der Inhalt überschaubar und in Häppchen aufbereitet ist, das lässt sich vorab einschätzen, ein rein beschreibender Titel dagegen nicht. Zahlreiche Auswertungen von Content-Plattformen zeigen deshalb höhere Klickraten für Titel mit Zahlen gegenüber sonst identischen Titeln ohne Zahl.

Wichtig zur Einordnung

Weder Powerwords noch Zahlen sind ein bestätigter Google Ranking-Faktor, sie wirken indirekt über die Klickrate in den Suchergebnissen.

Das funktioniert jedoch nur, wenn das Versprechen im Titel auch eingelöst wird. Ein reißerischer Titel, dem im Text die passende Substanz fehlt, führt dazu, dass Besucher die Seite schnell wieder verlassen, was sich langfristig eher negativ auf Sichtbarkeit und Vertrauen auswirkt als ein ehrlicher, dafür weniger auffälliger Titel.

Bonus: WooCommerce SEO – Aufbau von Kategorie- und Produktseiten

Für Shop Betreiber lohnt sich zusätzlich ein klarer Aufbau der Kategorie- und Produktseiten.

Kategorieseiten

Bei Kategorieseiten wird die H1 Überschrift automatisch aus dem Kategorienamen erzeugt.

Darunter folgt eine H2 Überschrift rund um „kaufen“, „online kaufen“ oder „bestellen“, kombiniert mit einer Aufzählung der Produktformen wie Pulver, Tabletten oder Kapseln.

Eine zweite H2 Überschrift kann sich auf das Ziel beziehen, etwa Muskelaufbau oder Ausdauer, gefolgt von Fließtext mit gezielt hervorgehobenen Begriffen.

Produktseiten

Bei Produktseiten entsteht die H1 Überschrift automatisch aus dem Produktnamen.

Darunter steht eine Kurzbeschreibung als Fließtext, in der die wichtigsten Eigenschaften und Verkaufsargumente aufgezählt werden.

Die ausführliche Beschreibung wird sinnvollerweise in Tabs aufgeteilt:

  • Der erste Tab mit der eigentlichen Produktbeschreibung enthält eine H2 Überschrift,
  • dann Fließtext von etwa 80 bis 120 Wörtern,
  • gefolgt von einer echten Aufzählung der wichtigsten Eigenschaften.

Text und Aufzählung sollten einzigartig sein und dürfen an anderer Stelle nicht in gleicher Form auftauchen, schon damit kein Duplicate Content zwischen ähnlichen Produktvarianten entsteht. Für weitere Tabs gilt dieselbe Wortgrenze, weitere Überschriften sind optional. Ergänzend lohnt sich, wie oben beschrieben, das Product Schema für Sternebewertung und Preisanzeige direkt im Suchergebnis.

Fazit

OnPage SEO für WordPress ist kein einmaliges Projekt, sondern eine Gewohnheit, die sich bei jedem neuen Beitrag und jedem neuen Produkt wiederholt.

Einige klassische OnPage SEO Regeln, allen voran starre Vorgaben zur Keyword-Häufigkeit oder zur Fettschrift, haben an Bedeutung verloren, weil Google Sprache heute besser versteht als noch vor zehn Jahren. Wichtiger geworden sind dafür Ladegeschwindigkeit, saubere technische Grundlagen wie Canonical Tags und strukturierte Daten sowie erkennbare inhaltliche Qualität und Vertrauenswürdigkeit.

Wer Titel und Description sorgfältig formuliert, Inhalte natürlich und erschöpfend zum Thema schreibt, Bilder und Barrierefreiheit ernst nimmt und die Ladezeit im Blick behält, verbessert Schritt für Schritt die Sichtbarkeit seiner Seiten in Google, ohne dass dabei die Lesbarkeit für echte Besucher auf der Strecke bleibt.

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