Portainer lässt sich in Plesk mit nur 1 Klick installieren. Viele User haben jedoch das Problem, daß anstatt dem initialen Setup von Portainer ein Login-Screen erscheint. Dieser Beitrag zeigt, wie man das Problem löst.
Was ist Plesk Portainer?
Portainer ist eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) für Docker und Kubernetes. Plesk integriert Portainer direkt in sein Hosting-Control-Panel, damit du Container verwalten kannst, ohne ständig in die Kommandozeile zu wechseln.
Das Problem, das Portainer löst
Docker ist mächtig, aber die Kommandozeile ist für viele Hosting-Profis und DevOps-Teams nervig. Tausend Befehle merken. Immer wieder nachschlagen. Portainer macht das grafisch – einfach anklicken statt tippen.
Was kannst du mit Portainer machen?
Du erstellst Container, startest und stoppst sie, löschst sie – alles über Buttons und Formulare. Du verwaltest Images, Volumes und Networks. Du siehst, wieviel Ressourcen deine Container gerade verbrauchen. Du konfigurierst Port-Mappings und Environment-Variablen.
Plesk + Portainer = Hosting für Profis
Deine Kunden bekommen komplette Docker-Unterstützung, ohne daß du jeden einzelnen Docker-Befehl erklären muss. Sie loggen sich in Portainer ein und können ihre Container bequem verwalten.
Plesk Portainer ist die Brücke zwischen “klassisches Hosting” und “Container-native Infrastruktur”. Praktisch, sicher, benutzerfreundlich.

1. Portainer Installation in Plesk vorbereiten
Vor der eigentlichen Docker Installation von Portainer solltest Du folgendes erledigen:
- Lege eine Sub-Domain an, z.B.
portainer.deine-domain.com. - Installiere ein SSL-Zertifikat mit LetsEncrypt.
- Installiere die Plesk Docker Extension.
- Aktiviere NGinx
Öffne den Filemanager der Sub-Domain und lege im Hauptverzeichnis der Sub-Domain diesen Ordner an: data. Gib dem Ordner alle Zugriffsrechte und lege in diesem Ordner eine leere index.html an.

Der Daten-Ordner wird später benötigt, damit die Daten aus dem Portainer Docker Container persistent gespeichert werden können.
2. Plesk: Das Portainer Image installieren
Offne in der Seitenleiste von Plesk die Docker-Verwaltung und klicke dann oben rechts auf “Install Portainer”.
3. Plesk: Portainer Docker Container konfigurieren
In den Docker Container Settings machst Du folgende Einstellungen:
- Benenne den Container
plesk-portainer - Automatic start after system reboot: AUS
D.h. wir starten Portainer nur bei Bedarf, so bleibt die Angriffsfläche für Hacks minimal. - Automatic port mapping: AUS
- Manual mapping:
8000to external8000, das Häkchen dahinter AN - Manual mapping:
9000to external9000, das Häkchen dahinter AUS - Manual mapping:
9443to external9443, das Häkchen dahinter AN - Volume mapping:
/var/www/vhosts/deine-domain.com/portainer.deine-domain.com/dataan/data PATH bleibt wie es ist.
Danach klickst Du auf Speichern und startest den Container.
4. Plesk: Den Portainer Docker Container online schalten
Klicke im Dashboard der Sub-Domain auf “Docker Proxy Rules” und füge folgende Regel hinzu:
- URL: Hier steht bereits
portainer.deine-domain.com/.
Das Eingabefeld dahinter bleibt leer. - Container. Wähle hier den Namen des Containers
plesk-portainer - Port. Hier sollte dann automatisch
9000 -> 9000erscheinen. - Support WebSocket Traffic: AUS
Nun erreichst Du den n8n Container unter https://portainer.deine-domain.com
Ist alles OK, siehst Du den Portainer Login-Screen:

5. Plesk Portainer: Erstes Login vorbereiten
Nun zum tricky Part: Damit Du die Portainer Login Credentials erzeugen kannst, benötigst Du das Portainer Setup Token. Das erzeugt Portainer jedoch nur, wenn noch keine portainer.db im data-Ordner existiert. Dazu gehen wir im Terminal folgt vor:
Plesk-Portainer Container anhalten:
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1 |
docker stop plesk-portainer |
Datenbank löschen:
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1 |
rm -f /var/www/vhosts/deine-domain.com/portainer.deine-domain.com/data/portainer.db |
Plesk-Portainer Container starten:
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1 |
docker start plesk-portainer |
Das Portainer-Log nach Token filtern:
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1 |
docker logs plesk-portainer | tail -20 | grep setup_token |
Die Ausgabe sieht dann in etwa so aus:
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1 |
setup_token=a4dcbdffa319b1dae3fb45ec910dff40a5e12f43f80221f06df3a863bd7dda3d |
Den Wert nach dem “=” kopierst Du, in unserem Beisppiel ist das a4dcbdffa319b1dae3fb45ec910dff40a5e12f43f80221f06df3a863bd7dda3d.
Mit Curl setzt Du dann das Admin-Passwort im laufenden Portainer-Container:
- Füge das Portainer Setup-Token in der Zeile mit
X-Setup-Tokennach dem Doppelpunkt ein. - Ersetze
YOUR_NEW_PASSWORD_HEREmit dem Passwort deiner Wahl.
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1 2 3 4 5 6 7 |
curl -X POST http://localhost:9000/api/users/admin/init \ -H "Content-Type: application/json" \ -H "X-Setup-Token: a4dcbdffa319b1dae3fb45ec910dff40a5e12f43f80221f06df3a863bd7dda3d" \ -d '{ "username": "admin", "password": "YOUR_NEW_PASSWORD_HERE" }' |
Führe den Befehlt aus, rufe erneut https://portainer.deine-domain.com im Browser auf und melde dich mit deinem neuen Passwort an.
Viel Spaß mit Plesk Portainer :-)