In diesem Beitrag geht es um meine Top 5 ZorinOS bzw. Linux Termin-Tools. Los geht’s!
Btop: Top on Steroids
Du brauchst einen modernen Ersatz für den klassischen top-Befehl? Dann ist Btop genau das richtige für dich! Dieser in C++ geschriebene Terminal-Monitor zeigt dir CPU, RAM, Disk und Netzwerk in atemberaubender Optik und mit echten Features.
Btop ist ein leistungsstarker Ressourcen-Monitor für Linux, macOS und andere Unix-Systeme. Es ist die neueste Evolution nach bashtop (Bash) und bpytop (Python) und bietet durch C++ Implementierung maximale Effizienz und Geschwindigkeit. Mit einer modernen TUI (Terminal User Interface) visualisierst du alle Systemmetriken in Echtzeit.
Das Beste: Btop kann per Maus bedient werden!

Btop zeigt CPU-Auslastung pro Kern mit Live-Graphen, detaillierte RAM-Nutzung, Disk-I/O mit Read/Write-Geschwindigkeit und Netzwerkaktivität. Du überwachst laufende Prozesse und killst sie direkt im Tool. Mit der Tastatur navigierst du intuitiv, oder nutzt die Maus. Besonders praktisch: Btop ist vollständig konfigurierbar über GUI und Config-Dateien.
Installiere Btop mit
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sudo apt install btop |
Conky: Alle wichtigen Informationen auf dem Desktop-Hintergrund
Du möchtest dein Linux-Desktop mit Live-Informationen verschönern? Dann ist Conky genau das richtige Tool für dich! Dieser leichte System Monitor zeigt CPU-Last, RAM-Nutzung, Festplattenplatz und vieles mehr direkt auf deinem Desktop an. Dabei zeichnet Conky live auf dein Desktop Hintergrundbild.
Conky verwandelt deinen Desktop in ein Info-Dashboard
Mit über 250 integrierten Objekten zeigst du Systemstatistiken wie Uptime, CPU-Auslastung, Speicherverbrauch und Netzwerkgeschwindigkeit. Du kannst sogar Musik-Player integrieren und E-Mail-Benachrichtigungen konfigurieren. Besonders praktisch: Mit Lua-Scripting erweiterst du die Funktionalität nach deinen Wünschen.
In diesem Beispiel wird Conky oben rechts eingeblendet:

Die Installation ist einfach:
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sudo apt install conky |
Danach passt du alles über die ~/config/conky/conky.conf-Datei an.
Hier ein Beispiel, das Du sofort übernehmen kannst:
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conky.config = { -- Window settings own_window = true, own_window_type = 'desktop', own_window_hints = 'undecorated,below,sticky,skip_taskbar,skip_pager', own_window_argb_visual = true, own_window_argb_value = 120, -- transparency (0–255) own_window_transparent = true, -- Placement alignment = 'top_right', gap_x = 20, gap_y = 20, -- Appearance double_buffer = true, background = true, draw_shades = false, draw_outline = false, draw_borders = false, -- Font & colors use_xft = true, font = 'Cantarell:size=10', xftalpha = 1.0, default_color = 'FFFFFF', -- Updates update_interval = 1, total_run_times = 0, -- Size minimum_width = 260, maximum_width = 260, -- Misc cpu_avg_samples = 2, net_avg_samples = 2, }; conky.text = [[ ${font Cantarell:bold:size=11}SYSTEM${font} Machine: ${nodename} Uptime: ${uptime} ${font Cantarell:bold:size=11}CPU${font} CPU: ${cpu}% ${cpubar 8} Top: ${top name 1} Temp: ${execi 10 sensors | awk '/Package id 0/ {print $4}'} ${font Cantarell:bold:size=11}MEMORY${font} RAM: $mem / $memmax ${membar 8} Top: ${top_mem name 1} ${font Cantarell:bold:size=11}DISK${font} Root: ${fs_used /} / ${fs_size /} ${fs_bar 8 /} ${if_mounted /media/Backup}Backup: ${fs_used /media/Backup} / ${fs_size /media/Backup} ${fs_bar 8 /}${endif} ${font Cantarell:bold:size=11}NETWORK${font} Ethernet: ${addr eth0} Down: ${downspeedf eth0} KiB/s Up: ${upspeedf eth0} KiB/s --- WiFi: ${addr wlp87s0f0} Down: ${downspeedf wlp87s0f0} KiB/s Up: ${upspeedf wlp87s0f0} KiB/s ]]; |
Gestartet wird Conky mit
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conky & |
Micro: Der komfortablere Terminal Editor
Du findest Vim zu kompliziert und Nano zu begrenzt? Dann ist Micro der perfekte Terminal-Editor für dich! Dieser moderne, in Go geschriebene Text-Editor verbindet Einfachheit mit professionellen Features – ideal für Anfänger und Profis:
- Micro ist ein leichtgewichtiger Terminal-Editor, der keine externen Abhängigkeiten benötigt.
- Im Gegensatz zu Vim nutzt du intuitive Tastenkombinationen wie Ctrl+S zum Speichern und Ctrl+Z zum Rückgängigmachen – genau wie in modernen Texteditoren.
- Der Editor bietet vollständige Mausunterstützung: Markieren beliebiger Abschnitte, Doppelklick zur Wortauswahl und Triple-Klick für Zeilenauswahl.
- Dazu kommen Split-Ansichten und sogar ein eingebauter Terminal-Emulator!

Darüber hinaus unterstützt Micro über 75 Programmiersprachen mit Syntax-Highlighting und bietet mehrere Farbschemen. Mit Sublime-Style-Mehrfach-Cursoren kannst du mehrere Stellen gleichzeitig bearbeiten.
Ein Plugin-System ermöglicht dir Lua-basierte Erweiterungen und einen automatischen Plugin-Manager. Installation & erste Schritte
Installiere Micro mit
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sudo apt install micro |
RipGrep: Die ultra-schnelle Grep-Alternative
Du suchst nach einer Alternative zu Grep, die deine Suchergebnisse blitzschnell liefert? Dann ist RipGrep genau dein Tool! Das in Rust geschriebene Dateisuch-Tool revolutioniert die Suche in großen Codebases und übertrifft das klassische Grep um ein Vielfaches.
Wenn Du Grep kennst, wirst du die grep-kompatiblen Parameter von RipGrep lieben.
Installiere RipGrep mit
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sudo apt install ripgrep |
Verwende da rg-Kommando zum Aufruf, z.B.
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rg -i "ERROR" /var/log/ |
Oder lege gleich einen alias zu grep an:
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alias grep=rg |
TMux: Terminal-Multiplexing für echte Produktivität
Du arbeitest oft remote auf Servern oder brauchst mehrere Terminal-Sessions gleichzeitig? Dann ist Tmux absolut unverzichtbar! TMux revolutioniert deinen Workflow und spart dir täglich Zeit und Nerven.
TMux ist ein Terminal-Multiplexer, der es dir ermöglicht, einfach zwischen mehreren Programmen in einem Terminal zu wechseln, sie abzutrennen (sie laufen im Hintergrund weiter) und sie später erneut anzuhängen. Mit Tmux erstellst du mehrere Sessions, Windows und Panes – alles aus einem einzigen Terminal!
Dieses Beispiel zeigt 2 TMux Sessions – oben die Ausgabe von ls, unten den Micro-Editor:

Das Killer-Feature: Tmux entkoppelt deine Programme vom Hauptterminal und schützt sie vor versehentlichen Unterbrechungen. Du disconnectest deine SSH-Verbindung, deine laufenden Prozesse weiterlaufen im Hintergrund. Perfekt für lange Build-Prozesse oder Datenbank-Migrationen!
Panes ermöglichen dir, ein Fenster in mehrere Teile zu splitten, jeder mit eigenem Befehl. So überwachst du Logs während du Code schreibst – beides parallel in einer Session. Dazu kommt die intuitive Tastatur-Navigation mit Ctrl+B als Präfix-Taste.
Installiere TMux mit
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sudo apt install tmux |
Die wichtigsten TMux Commands zum Schnelleinstieg:
CTRL-b, dannSHIFT-2splittet das terminal in 2 horizontale SessionsCTRL-b, dannCURSOR-UPwechselt zur oberen SessionCTRL-b, dannCURSOR-DOWNwechselt zur unteren Session- Eingabe von
exitschliesst die jeweilige Session
Man kann es sich leicht merken: CTRL-b wie “Befehl”, SHIFT-2 wie “Teile in 2 Sessions”, UP und DOWN ergibt sich von selbst :-)
Hier geht es direkt zum kompletten TMux CheatSheet.



