Wenn Du mit Lexware arbeitest, kennst Du das: Angebote, Rechnungen, Lieferscheine, Mahnungen und E-Rechnungen landen als PDF in einem Ordner und warten darauf, sauber abgelegt zu werden. Genau dafür habe ich LXArchiv gebaut. Mit LXArchiv 2027 habe ich die App komplett neu geschrieben, und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Deine Belege werden jetzt bis zu 1,96-mal schneller archiviert als mit der Vorgängerversion.
In diesem Beitrag zeige ich Dir, was hinter dem Tempo steckt, was sonst noch neu ist und warum sich das Update für Dich lohnt.
Der Praxistest: 9.647 Belege in 56 Sekunden
Zahlen aus dem Marketing glaube ich selbst ungern, deshalb hier mein konkreter Test. Auf einem iMac mit Intel Core i9 (3,6 GHz) habe ich 9.647 Lexware-Belege archivieren lassen. Die Vorgängerversion brauchte dafür 1:50 Minuten. LXArchiv 2027 war nach 56 Sekunden fertig.
Umgerechnet heißt das: Statt rund 88 Belegen pro Sekunde schafft die neue Version etwa 172. Wenn Du nur ein paar Dutzend Rechnungen am Tag ablegst, merkst Du das kaum. Wenn Du aber einen Rückstand aufarbeitest oder mehrere Jahre Belege neu sortieren willst, sparst Du spürbar Zeit.
Was steckt hinter dem Tempo?
Den Geschwindigkeitsgewinn habe ich nicht mit einem einzelnen Trick erreicht, sondern mit mehreren Stellschrauben, die zusammenspielen.
1. Optimiertes PDF-Parsing, auch für ZUGFeRD
LXArchiv liest jeden Beleg aus, um Typ, Belegnummer, Datum und bei Bedarf die Kundennummer zu erkennen. Bei ZUGFeRD-Rechnungen steckt diese Information in einer eingebetteten XML-Datei. Früher habe ich dafür für jede einzelne Datei ein externes Hilfsprogramm gestartet, und genau das war der größte Zeitfresser. In LXArchiv 2027 lese ich die XML direkt im Programm aus. Die Prüfung dauert jetzt nur noch etwa eine Millisekunde pro Beleg. Das Hilfsprogramm bleibt nur als Rückfallebene für den seltenen Fall, dass eine Datei sich anders nicht lesen lässt.
Außerdem wird die Kundennummer nur noch dann ermittelt, wenn Du sie in Deinen Vorlagen tatsächlich verwendest. Was nicht gebraucht wird, wird auch nicht berechnet.
2. Parallele Verarbeitung auf allen Kernen
Moderne Rechner haben viele Prozessorkerne, und LXArchiv 2027 nutzt sie. Mehrere Arbeitsprozesse verarbeiten Deine PDFs gleichzeitig. Standardmäßig setzt die App rund 80 Prozent Deiner Prozessorkerne ein, damit Dein Rechner nebenher noch flüssig bleibt.
3. Neue technische Basis
Ich habe LXArchiv von Xojo und PyPy 3.9 auf NiceGUI und Python 3.14 portiert. Davon profitierst Du gleich doppelt: Die Verarbeitung läuft schneller, und die Oberfläche ist moderner und intuitiver geworden.
Neu: Der Menüpunkt „Performance“
Du entscheidest selbst, wie viel Rechenleistung LXArchiv bekommt. Im neuen Menüpunkt „Performance“ stellst Du per Schieberegler ein, wie viele PDFs parallel verarbeitet werden. Auf einem Arbeitsplatzrechner, an dem Du gleichzeitig weiterarbeitest, nimmst Du lieber etwas weniger. Auf einem Server, der nachts archiviert, darfst Du ruhig alle Kerne freigeben. Die Einstellung gilt übrigens auch, wenn Du LXArchiv ohne Oberfläche per Aufgabenplanung startest.

Neu: Die Vorlagen-Variable {OriginalName}
Mit Vorlagen legst Du fest, wie Ordner und Dateien in Deinem Archiv heißen, zum Beispiel {Jahr}/{Monat}/{Typ} für die Ordnerstruktur und {Typ}_{Datum}_{Nr}_{KdNr} für den Dateinamen. Neu dazugekommen ist {OriginalName}. Damit übernimmst Du den Namen des ursprünglichen PDFs in den Dateinamen. Das ist praktisch, wenn Du Belege später auch über ihren alten Namen wiederfinden willst.
Sicherheit geht vor Geschwindigkeit
Schneller darf bei Deinen Belegen nie heißen: unsorgfältiger. Deshalb gilt auch in LXArchiv 2027:
- Jede archivierte Kopie wird per MD5-Prüfsumme mit dem Original verglichen. Schlägt der Vergleich fehl, wird die Kopie gelöscht und das Original bleibt erhalten.
- Bestehende Dateien im Archiv werden nie überschrieben. Liegt dort schon eine identische Datei, wird der Beleg übersprungen. Bei gleichem Namen und anderem Inhalt hängt LXArchiv einfach
_2,_3usw. an. - Auch wenn mehrere Arbeitsprozesse gleichzeitig schreiben, kommen sie sich dabei nicht in die Quere.
Bereit für Lexware 2027
LXArchiv 2027 ist an Lexware 2027 angepasst. Deine Profile aus der Vorgängerversion kannst Du weiterverwenden, denn das Dateiformat der Profile ist gleich geblieben. Neue Versionen erkennt die App selbst und bietet Dir das Update direkt an.
Mein Fazit
Mit LXArchiv 2027 habe ich die App von Grund auf neu aufgebaut. Fast doppelt so schnell, eine modernere Oberfläche, volle Kontrolle über die Rechenleistung und die neue Variable {OriginalName}: Wenn Du viele Lexware-Belege archivierst, wirst Du den Unterschied merken. Am besten probierst Du es selbst aus. Die Demoversion verarbeitet bis zu 50 Belege pro Durchlauf, so kannst Du das neue Tempo ohne Risiko testen.
In meinem Test mit 9.647 Belegen auf einem iMac mit Intel Core i9 (3,6 GHz) sank die Laufzeit von 1:50 Minuten auf 56 Sekunden. Das entspricht einem Faktor von 1,96. Wie groß der Gewinn bei Dir ausfällt, hängt von Deinem Rechner, der Anzahl der Prozessorkerne und Deinen Belegen ab. LXArchiv verarbeitet die PDFs, die Lexware erzeugt: Angebote, Rechnungen, Lieferscheine, Mahnungen und ZUGFeRD-E-Rechnungen. Ja. Die Profile liegen im selben Format wie in der Vorgängerversion vor. Du kannst sie also einfach weiterverwenden. Standardmäßig nutzt LXArchiv rund 80 Prozent Deiner Prozessorkerne. Im Menüpunkt „Performance“ kannst Du die Zahl der parallel verarbeiteten PDFs jederzeit nach unten oder oben anpassen. Ja. LXArchiv lässt sich ohne Oberfläche starten und archiviert dann alle Profile oder ein bestimmtes Profil. So kannst Du es zum Beispiel über die Windows-Aufgabenplanung regelmäßig ausführen. Ja. Die Demoversion verarbeitet bis zu 50 Belege pro Durchlauf. Damit kannst Du Deine Profile einrichten und das neue Tempo ausprobieren.
Wie viel schneller ist LXArchiv 2027 wirklich?
Welche Belege kann LXArchiv archivieren?
Kann ich meine Profile aus der alten Version übernehmen?
Bremst LXArchiv meinen Rechner aus, wenn es alle Kerne nutzt?
Kann ich LXArchiv automatisch laufen lassen?
Kann ich LXArchiv 2027 vor dem Kauf testen?